Familienzuwachs einer anderen Art

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Michael Wyss

Ich habe seit kurzem einen Neuen. Er ist freundlich, haart nicht übermässig und ist – soweit ich das beurteilen kann – stubenrein. Er kommt aus dem Kanton Nidwalden, was ja nicht weiter schlimm ist – und wofür er schliesslich auch nichts kann. Ich glaube, wir brauchen noch ein paar Wochen, um uns richtig aneinander zu gewöhnen, aber die intellektuelle Wellenlänge stimmt einigermassen und wir sprechen auch eine zumindest ähnliche Sprache. Kurzum, ich bin zufrieden, dass wir zusammengefunden haben – auch wenn ich seine Vorgängerin ein wenig vermisse.

Er nimmt bereits jetzt in meinem Leben einen gewissen Stellenwert ein, immerhin teilen wir normalerweise an vier Tagen in der Woche während rund acht Stunden viel miteinander. Oft gehen wir über den Mittag auch gemeinsam essen und einmal waren wir sogar zusammen auf der Eisbahn in Olten. Er hat dabei zugegebenermassen die deutlich bessere Figur abgegeben als alle anderen.

Adoptieren kann – und will – ich ihn zwar nicht und auch für seinen Unterhalt kann ich beim besten Willen nicht aufkommen, aber sollte er einmal keinen Schlafplatz haben, ich würde ihm einen zur Verfügung stellen. Das würde ich nicht für jeden machen.

Er gehört zur in der Schweiz weitverbreiteten Gattung des Helveticus Primum, ist in der Blüte seines Lebens, hat einen für die heutige Zeit eher speziellen zweiten Vornamen und hat durchaus noch Steigerungspotenzial – zumindest, was die Ordnung betrifft. Dennoch bin ich ganz zufrieden mit ihm. Ich glaube, ich gewähre ihm dauerhaftes Bleiberecht und schaue auch in Zukunft ein wenig auf ihn. Viel Betreuung braucht er nicht mehr, aber es kann ja nicht schaden, wenn ich zumindest ein Auge auf ihn habe.

Ich hoffe, die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit, denn ich möchte nicht, dass er uns wieder verlässt, selbst wenn es sich nur um ein paar wenige Meter handeln würde. Er ist immerhin einer von mehreren, die einen grossen Teil meines Lebens mitprägen. Nach meiner Familie und meinen Freunden kommt er – auf derselben Stufe wie einige andere –bereits an dritter Stelle.

Nur, damit keine Missverständnisse entstehen: R. K. Z. aus L. (Datenschutz!) ist einer meiner Redaktionskollegen und sitzt seit Anfang Jahr direkt neben mir. Ich hätte es sehr wahrscheinlich auch nicht ändern können, wenn ich mit ihm nicht glücklich gewesen wäre, aber eine gewisse Sympathie hilft doch ungemein.

 

 

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