The Harlem Sound groovten in der Bar Roma

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The Harlem Sound brachten Jazz in völlig anderen Dimensionen auf die Bühne. (Bild: Patrick Lüthi)

Das Basler Trio bot einen abwechslungsreichen Auftritt und brachte vor allem viel Humor und Begeisterung in die Bar. «Man siehts uns zwar nicht an, aber uns gibts schon seit 1969», witzelte Urs Granacher, Saxofonist und Klarinettist der Formation. Der Abend fing mit typischen, ehrlichen und geradlinigen Klängen aus dem New Orleans der 20er Jahre an. Aber die Ausflüge durch Länder und Jahrhunderte machten auch vor Mozart nicht halt. Dargeboten wurden kleine Bootsreisen auf dem Weg nach China, die einst schon unter anderem von Bing Crosby besungen wurden. Junge Verliebte fieberten in Frankreich ihrem ersten Ball entgegen und schlussendlich landete die Band musikalisch noch in Österreich und England. Urs Granacher war überzeugt: «Mozart würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn er das jetzt hören könnte.» Mit «Rondo Alla Turca» einem allseits bekannten Werk des Komponisten, versetzte The Harlem Sound das Publikum zurück ins 18te Jahrhundert und in schiere Begeisterung. Wo kein Text ist, muss man halt improvisieren. Banjo Spieler Urs Tschopp untermalte das klassische Werk mit typischen Geräuschen des Jazz. «Badanana» und «Babadus» machten die Darbietung perfekt und Mozart hätte sicher gut damit leben können.

Es gab noch einige Ausflüge in die Klassik. Bizets «Arlesienne Suite» wurde genauso neu interpretiert wie «Das kleine Menuett» von Boccherini. Es war teilweise unglaublich, wie die Band solch aufwendige Stücke für grosse Orchester neu arrangierte. Das fand wohl auch das Publikum, denn in der vollen Bar Roma gab es niemanden, der nicht erst am Ende eines Stückes in Begeisterung verfiel.

Genau genommen wusste man an diesem Abend nie so genau, was einen als nächstes erwarten würde. Aber das war es, was das Konzert auszeichnete. Wenn zwischen perückenverzierten Komponisten Platz ist für die Pilzköpfe aus London, damit anschliessend wieder typischer Jazz erklingen kann, erlebt man einen extrem abwechslungsreichen Abend.

Wenn Musiker seit Jahrzehnten zusammen auftreten, ergibt sich eine besondere Harmonie und gleichzeitig eine spezielle Dynamik. Platz für spontane Einlagen, Witze und Improvisationen war immer. Selbst Country Songs wie «Good Morning America: How Are You?» klingen fantastisch mit Kontrabass, Klarinette und Banjo – wenn man weiss, was man tut. Und die drei Herren mit 48 Jahren Erfahrung wissen genau, wie sie ihr Publikum abholen, begeistern und für betretene Gesichter sorgen können, weil der Abend plötzlich vorbei war.

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