MuKiWo - Zuflucht für Mütter in schwierigen Situationen

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Viele interessierte Gäste: Initiantin Andrea Müller und Bauleiter Emil Bärtschiger luden zum Tag der offenen Tür zum neuen MuKiWo-Projekt. WDR

Der ehemalige Gygax-Landsitz wird neu genutzt. «Die Idee eines sozialpädagogischen Wohnprojekts hatte ich schon mehrere Jahre», sagt Projektinitiantin Andrea Müller, «als ich meine Abschlussarbeit an der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik in Luzern schrieb.» «Elternschaft trotz geistiger Beeinträchtigung», lautete das Thema der Arbeit. Müller fand heraus, dass es in der Schweiz eigentlich kein spezifisches Angebot im begleiteten Wohnen gebe, das sich an Eltern und Mütter mit einer kognitiven Beeinträchtigung richtet. Die Initiantin weiter: «Oftmals werden in solchen Fällen die Kinder einfach den Eltern weggenommen und fremdplatziert.» Es gebe zwar schon Mutter-Kind-Häuser, aber dort blieben die Mütter mit ihren Kindern in aller Regel nicht für längere Zeit, sondern bis ihre psychische Krise überstanden sei. Ihr jedoch habe ein Projekt vorgeschwebt, wo solche Mütter mit eher bleibenden kognitiven Beeinträchtigungen über Jahre hinweg bleiben können – mit ihren Kindern, mit Tagesstrukturen und Beschäftigungsangeboten. Nach dem Abschluss ihrer Fachausbildung, so Andrea Müller, habe sie nach einem geeigneten Wohnobjekt zur Projektrealisation gesucht.

Sinnvolle Umnutzung
Bauleiter Emil Bärtschiger sagt zur mehrwöchigen Umbauphase der Liegenschaft: «Als ich diese Liegenschaft erworben habe, wurde sie als Privathaus und für Pferdestallungen genutzt, es waren etwa zehn Pferde hier untergebracht. Wir überlegten uns, wie diese Liegenschaft weiter genutzt werden könnte, als sich Frau Müller meldete und anfragte, ob sie das Haus mieten könne für die Realisation ihres Sozialprojekts.» Er finde dies eine «absolut sinnvolle Umnutzung», fügt Bauleiter Bärtschiger an.

Der neugewählte, baldige Gemeindeammann Hanspeter Schläfli als Behördenvertreter kommentierte: «Ich wünsche diesem neuen Projekt alles Gute, dass es so funktioniert, wie die Initianten es sich vorstellen. Vielleicht kann dieses Projekt sogar zu einem Schulbeispiel werden.» Er hoffe, dass die Sozialeinrichtungen solche Projekte auch unterstützen. Er sehe nichts, was dagegen sprechen sollte. «Es gibt immer Leute, die Unterstützung brauchen, um das alltägliche Leben zu meistern.»

Andrea Müller, die derzeit mit Insieme, dem Verein für geistig beeinträchtigte Eltern, in Kontakt steht, erklärte, dass beim Projekt im Peyerland auch geplant sei, Kleintiere wie Hasen und Ziegen anzuschaffen; ebenso werden Gemüsegärten angelegt. Gekocht und gegessen wird mittags gemeinsam, das Morgen- und Abendessen findet im privaten Rahmen der Hausgäste statt. Derzeit stünden fünf Schlafzimmer zur Verfügung, wobei sie bereits andere externe Wohnungen für eine Ausweitung des Angebots anvisiere. Mehr Infos unter www.mukiwo.ch 

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