«Meinstadion.ch» will das Stadion retten - dahinter steckt ein Dreiergespann

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Stéphane Meyer, René Herzog und Michael Hunziker (v.l.) stecken hinter «meinstadion.ch»

«VORWÄRTS», steht auf der Medieneinladung. Der Absender: «meinstadion.ch». Eine GmbH, erst vor vier Tagen im Handelsregister eingetragen. Ihr Zweck: «Unterstützung der Einwohnergemeinde Aarau und der Stadion Aarau AG bei der Errichtung eines Fussballstadions im Torfeld Süd.» Das Dreiergespann, das der GmbH vorsitzt, hat bekannte Gesichter, es sind Persönlichkeiten auf dem Platz Aarau.

Michael Hunziker, Aarauer Anwalt, Präsident der FCA-Sponsorenvereinigung Club 100 und Ex-Präsident des FC Aarau. René Herzog, früherer FCA-Verwaltungsratspräsident und dort zuständig fürs Stadion. Und Stéphane Meyer, Verwaltungsratspräsident der Lagerhäuser AG, Präsident der exklusiven Gönnervereinigung White Socks. Diese drei sollen offenbar die Kohlen aus dem Feuer holen und dafür sorgen, dass im Areal «Torfeld Süd» möglichst bald gebaut wird. Und dafür braucht es vor allem eins: Geld.

Im vergangenen Mai informierten die Stadt Aarau und die Bauherrin HRS, dass das Stadion viel teurer wird als einst gedacht. Die 36 Millionen Franken, davon 17 von der Stadt, reichen nirgends hin, mindestens 20 fehlen. Kommt hinzu, dass die geplante Quersubventionierung des Stadions durch eine Mantelnutzung mit Einkaufsflächen heute nicht mehr so attraktiv ist wie einst.

Die Stadt und die HRS zauberten deshalb einen «Plan B» aus dem Hut: keine Mantelnutzung, dafür Querfinanzierung durch drei Wohn- und Geschäfts-Hochhäuser neben dem Stadion. Bloss: Die Ausarbeitung eines solchen Projekts, das unter anderem eine Anpassung der Nutzungsordnung benötigt, braucht enorm viel Zeit. Zeit, die der FC Aarau nicht hat: Denn am 18. Mai 2018 verfällt die zwei Jahre gültige Baubewilligung für den «Plan A» mit der Mantelnutzung. Die Rückfallebene, falls «Plan B» scheitern würde. Und die Swiss Football League erteilt mittelfristig keine Bewilligung mehr für Super-League-Fussball im maroden Brügglifeld.

«In den vergangenen Monaten formierte sich aus den Reihen des FC Aarau, dessen Sponsorenvereinigungen und dessen Fanklubs ein Team rund um Michael Hunziker», teilt die «meinstadion.ch» GmbH mit. Man wolle am Mittwoch nächster Woche mitteilen, was das Ziel der GmbH sei «und mit welchen Mitteln die Realisierung des ‹Plan A› des Stadions im Torfeld Süd bis zum Ablauf der Baubewilligung gelingen soll».

Mit anderen Worten: Man glaubt nicht an den Plan B, der noch im Frühling von der Stadt und von FCA-Präsident Alfred Schmid als beste Lösung angepriesen wurde, sondern will auf Nummer sicher gehen und den Plan A umsetzen. Vielleicht in einer abgespeckten Version, ohne Einkaufszentrum? Details liess sich Michael Hunziker gestern nicht entlocken: «Dazu informieren wir erst nächste Woche», sagt Michael Hunziker, «da bleibe ich stur.» Auch zur Frage, inwieweit die Aktion mit der HRS und der Stadt abgesprochen ist, schweigt er.

Wie auch immer: Die Gründung von «meinstadion.ch» darf als Hoffnungsschimmer interpretiert werden. «Wenn einer das Geld zusammenbringen kann, dann Michael Hunziker», heisst es aus involvierten Kreisen. Denn 2002 hat er es schon mal getan: Damals wurde er Präsident des FC Aarau und stiess bei Durchsicht der Bücher auf ein riesiges Finanzierungsloch. «Wir hätten innert wenigen Monaten die Spielerlöhne nicht mehr bezahlen können», erinnert er sich.

Im Geheimen, unterstützt von seiner Frau, heckte er einen Finanzierungsplan aus. «Wäre das zu früh an die Öffentlichkeit gelangt, hätte es ein Grounding gegeben.» Dank der Gründung einer AG schaffte er mit dem FCA den Turnaround. Auch, wer sich die 100 Franken für eine Aktie nicht leisten konnte, half mit. «Schulkinder überwiesen uns 2,20 Franken von ihrem Sackgeld.»

Von einem Arbeitslosen erhielt Hunziker einen Brief mit einer Zwanzigernote; der Mann hatte zugunsten des FCA zwei Wochen aufs Rauchen verzichtet. Überall war von einem «Wunder» die Rede, von einer noch nie da gewesenen Solidaritätswelle einer Region, ja, eines Kantons für einen Fussballclub. Sieht so auch das Konzept für den Stadionbau und somit für eine rosigere Zukunft des FC Aarau aus?

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Meinstadion

Bolliger Christa
schrieb am 16.11.2017 11:21
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