Luzern eröffnet das erste «wirkliche» Asylzentrum

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Rund 90 Gäste schauten sich gestern das neu gebaute Asylzentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Kriens an. RONNIE ZUMBÜHL

Mit dem Zweck Asylsuchende unterzubringen, hat der Kanton Luzern bisher noch keinen Bau realisiert. Die 21 Asylzentren, die in den letzten drei Jahren eröffnet wurden, hatten einst einen anderen Zweck. So beispielsweise das Hotel Pilatus in Kriens, wo bis anhin bis zu 70 unbegleitete minderjährige Asylsuchende wohnen konnten. Nun kann dieses planmässig Ende November geschlossen werden. Die 14- bis 17-jährigen Asylsuchenden ziehen nächste Woche mit einer weiteren Gruppe vom Durchgangszentrum Sonnenhof in Emmenbrücke in das neu gebaute Asylzentrum Grosshof in Kriens.

Gestern präsentierte der Kanton Luzern den Bau das erste Mal der Öffentlichkeit. 120 Kinder und Jugendliche haben in den zwölf Wohneinheiten im dreistöckigen Wohngebäude Platz. Darin befinden sich Betten, Küche, Nasszellen und Aufenthaltsräume. Die Zimmer sind über Laubengänge erreichbar. Neben dem Haupttrakt steht ein Gebäude für Technik und ein Gemeinschaftsgebäude mit Küche, Büros und TVRaum. In der Mitte der Bauten befindet sich ein Innenhof mit Picknicktischen und Grillstelle. Das Areal ist umzäunt. Der Neubau kostete rund 6,8 Millionen Franken. Die Lebensdauer des Gebäudes ist auf 30 Jahre ausgerichtet, der Mietvertrag gilt für zehn Jahre.

Gefängnis ist sensible Zone
Betreuerinnen und Betreuer kümmern sich 24 Stunden und sieben Tage die Woche um die Kinder und Jugendlichen. Ein bewährtes Betrieb- und Sicherheitskonzept komme zum Einsatz, welches mit der Luzerner Polizei abgestimmt sei, sagte Silvia Bolliger, Leiterin Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen bei der Eröffnungsrede. «Und für die Bewohnerinnen und Bewohner gelten Regeln, deren Einhaltung wir einfordern.» Auch gebe es sogenannte sensible Zonen. Lothar Sidler, Sozialvorsteher der Gemeinde Kriens, führt auf Anfrage aus, dass die Bewohner beispielsweise den Bereich des benachbarten Gefängnisses meiden müssten, sich aber auch von der Militäranlage weiter östlich fernhalten sollten. Zu den sensiblen Zonen gehöre aber auch das Schulhaus Brunnmatt westlich des Grosshofes, wo zurzeit gebaut wird. Anpassungen seien aber möglich.

Für die Kinder und Jugendlichen, die im Grosshof wohnten, bestehe unter der Woche eine feste Tagesstruktur, sagt Silvia Bolliger. «Asylsuchende unter 16 Jahren besuchen das Schulangebot im Schulhaus Schädrüti; die über 16-Jährigen entweder das dortige Angebot für Jugendliche oder das Programm Schule & Jobsharing in Littau. In ihrer freien Zeit bestehe für die unbegleiteten Minderjährigen die Möglichkeit, in Vereinen mitzuwirken. «Beim Sportclub Kriens tschutten etwa zwanzig von ihnen», sagt Lothar Sidler.

Die Umsetzung des Asylzentrums Grosshof harzte ein wenig. Die Idee kam bereits 2012 auf. Damals war es noch als Durchgangszentrum angedacht. Nach Verzögerungen wegen Einsprachen und einer Volksinitiative der SVP Kriens, die sich gegen das Projekt stemmte, lag im Frühling 2015 eine rechtskräftige Baubewilligung vor. Schliesslich konnte im Februar dieses Jahres mit dem Bau des Asylzentrums begonnen werden.

Zurzeit leben im Kanton 127 unbegleitete minderjährige Asylsuchende, 19 davon sind Mädchen. Die meisten kommen aus Eritrea, Afghanistan, Somalia und Äthiopien.

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Die...

B. Kerzenmacher
schrieb am 25.11.2017 19:23
Linken, Grünen und NGO-Mitglieder sollten verpflichtet werden, Patenschaften für die angeblichen "Flüchtlinge" zu übernehmen. Im Moment klopfen sie sich nur selbst auf die Schulter für ihre vermeintliche moralische Überlegenheit, bürden aber die Last, Kosten und Verantwortung für die Migranten ohne Einwanderungsberechtigung und realistische Chancen auf das erhoffte Wohlleben in Europa den Steuerzahlern auf.
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