Unwetter: weiterhin eine halbe Million Franken ungedeckte Kosten

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Archivbild ZT

«In Bottenwil gibt es aber immer noch Hangrutsche, beschädigte Flurwege und Bachufer, die auf ihre Instandstellung warten», schreibt Gemeindeammann Heinz Gerber in seinem Brief an die Bottenwiler Bevölkerung. «Diese Schäden zu sanieren, wird in der nächsten Zeit die grosse Herausforderung sein.» Der Gemeinderat sei mit den kantonalen Stellen betreffend Kostenbeteiligungen an der Sanierung der Strassen und der Hangrutsche in Kontakt. Sobald die finanzielle Frage geklärt sei, werden die Arbeiten ausgeführt. Der Gemeinderat bittet deshalb die Bottenwiler Bevölkerung um Geduld. Die Instandsetzung der Bäche sei Sache des Kantons, welcher die Massnahmen plane und auch umsetze. Die Gemeinde müsse sich jedoch per Dekret an den Kosten beteiligen.

Zusätzliche Soldkosten
«Das Unwetter vom 8. Juli hat in Bottenwil bis heute ungedeckte Kosten von geschätzt über einer halben Million Franken verursacht», schreibt Gemeindeammann Gerber weiter. «Die Einsätze der Feuerwehr und des Zivilschutzes sind darin nicht enthalten.» Diese alleine hätten mehrere hunderttausend Franken Soldkosten generiert. Die Kosten des Zivilschutzes können jedoch über die Erwerbsersatzkasse abgerechnet werden, heisst es im Schreiben, welches an alle Haushalte in Bottenwil ging.

Der Gemeinderat sei auch mit den Versicherungen und mit weiteren Organisationen betreffend die Beteiligung an den Unwetterkosten im Gespräch. «Es laufen Verhandlungen mit den beteiligten Amtsstellen über die Vorgehensweise der Instandsetzung», sagt Heinz Gerber im Brief. «Diese Abklärungen gestalten sich als sehr schwierig und träge, da zuerst die Prozesse definiert werden müssen.»

Bottenwil ist beitragsberechtigt
Abklärungen bei der Glückskette hätten ergeben, das Bottenwil beitragsberechtigt sei. Die genauen Zahlen können aber erst berechnet werden, wenn die Restkosten für Bottenwil bekannt sind.

In diesem Zusammenhang macht der Gemeinderat nochmals darauf aufmerksam, dass sich auch Privatpersonen bei der Caritas – sie ist zuständig für die Anträge an die Glückskette – melden können. Die Voraussetzung zur Geltendmachung von Ansprüchen findet man im Internet.

«Bottenwil wird auch in der nächsten Zeit noch gefordert sein; wir alle sind gefordert», schreibt Gerber in seinem Brief weiter. «Es dauert seine Zeit, bis Lösungen gefunden und die Arbeiten ausgeführt werden können.» Der Gemeinderat bedankt sich nochmals bei allen Einsatzkräften, Funktionären und den freiwilligen Helfern recht herzlich für den geleisteten Einsatz.

Am 8. Juli dieses Jahres ging ein Unwetter über die Region Zofingen, das als 300-jähriges oder selteneres Ereignis gewertet wurde. Es verursachte Schäden von total über 100 Millionen Franken. Ein solcher Starkregen wurde in dieser Region bisher weder dokumentiert noch von der Bevölkerung je erlebt. «Es ist ein Ereignis, bei dem viel Neuland in der Bewältigung betreten werden musste», schreibt Gemeindeammann Heinz Gerber abschliessend. Und es wird noch lange dauern, bis die Narben überall verheilt sind. www.bottenwil.ch/Unwetter/Merkblatt Hilfeleistungen Glückskette Caritas

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