Cyber-Attacken auch auf Aargauer Spitäler: «Wir sind permanent unter Beschuss»

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Das Kantonsspital Baden(Bild: Gesundheit Aargau)

Das Alterszentrum Schöftland wurde Ziel eines Cyber-Angriffs. Unbekannte schleusten eine Schadsoftware ins System der Institution ein und blockierten Bewohnerdaten. Für deren Rückgabe forderten die Hacker ein Lösegeld von 7800 Dollar – das Altersheim liess sich erpressen.

Der Vorfall dürfte auch andere Institutionen wachrütteln, denn zentrale Spitäler und grosse Firmen sind bevorzugte Ziele für Cyberangriffe. Die AZ hat beim Kantonsspital Aarau (KSA), beim Kantonsspital Baden (KSB) und beim Asana Spital Menziken nachgefragt, wie sie sich vor Attacken aus dem Internet schützen. «Die Cyber-Sicherheit des KSA wird nach modernsten Gesichtspunkten in Zusammenarbeit mit unseren Service-Providern sichergestellt. Dazu zählen regelmässige Backups, aktuellster Virenschutz, Patching und so weiter», sagt Andrea Rüegg, Mediensprecherin des Kantonsspitals Aarau.

Und Daniel Schibler, Direktor des Spitals Menziken, sagt: «Das Spital Menziken wird durch die Sicherheitsvorkehrungen seines IT-Partners geschützt. Dazu gehören unter anderem regelmässige Datensicherungen und Softwareupdates sowie andere Vorkehrungen, um den Zugang von Schadsoftware in unser Netz zu unterbinden.»

«Angriffe ohne Schäden abgewehrt»
Das Kantonsspital Baden musste bereits Erfahrungen mit Cyber-Angriffen machen. «Wir sind permanent unter Beschuss», sagt Omar Gisler, Mediensprecher des Kantonsspitals Baden. Bisher konnten alle Angriffe erfolgreich und ohne Schäden abgewehrt werden. «Wir beobachten die Situation konstant und haben unsere Sicherheitsmassnahmen laufend angepasst.»

Dazu zählt die Zusammenarbeit mit spezialisierten IT-Security Firmen. Dem Schutz vor Cyberangriffen dient auch, dass die einzelnen Systeme unabhängig voneinander funktionieren. Würde eines erfolgreich angegriffen, kann die Schadsoftware so nicht auf andere Kreisläufe übergreifen.

Zudem würden Mitarbeitende im Umgang mit elektronischen Geräten sensibilisiert. «So haben wir beispielsweise aus Sicherheitsgründen den Zugang zu privaten Web-Accounts gesperrt», so Gisler.

Schöftler Vorstoss im Bundeshaus
Der Zufall wills: Sylvia Flückiger, SVP-Nationalrätin aus Schöftland, hat Tage vor der Cyber-Attacke auf das Alterzentrum in ihrer Wohngemeinde einen Vorstoss im Bundeshaus eingereicht. Sie bemängelt die Koordination verschiedener staatlicher Cyber-Aktivitäten und fordert vom Bundesrat Antworten auf diverse Fragen rund um Cybersecurity: «Wie stellt der Bundesrat sicher, dass ein konsistentes und kohärentes Konzept in Sachen Cyber besteht?» Ferner will sie wissen, wie der Bund sicherstellt, «dass im Gewirr verschiedener Gruppen Doppelspurigkeiten vermieden werden» und wie man garantiere, dass die aktuellen Bemühungen auch zu Ergebnissen führten.

 von Rahel Plüss und Sandra Meier — az Aargauer Zeitung

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