Street Art: Eingereichtes Postulat lässt die Stadt zögern

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Bei der stillgelegten KVA im Ibach in Luzern haben die Künstler Veronika Bürgi und Marco Schmid dieses Jahr ein riesiges Wandbild gemalt. (Bild: zvg)

Graue Fassaden sind ihnen ein Graus: Cyrill Studer Korevaar und Nora Peduzzi von der SP Stadt Luzern reichten mit Grossstadtrat Christov Rolla (Grüne) im Sommer ein Postulat ein, um städtische Fassaden farbiger zu gestalten. Genauer gesagt wollen sie Street Art besser fördern. Als Street Art werden in der Regel nichtkommerzielle Formen von Kunst im öffentlichen Raum bezeichnet. Beispiele kann man in Luzern an einer Hand abzählen: das grosse Wandbild an der Steinenstrasse, der Wal an der Fassade des Neubads oder die «coolste Frau der Stadt», die bis zum Abriss die Siedlung Himmelrich III prägte. Die Grossstadträte schlugen im Postulat vor, dass die Stadt als Gestalterin des öffentlichen Raums künftig mit den wichtigsten Akteuren zusammen prüfen soll, wie sich Ideen und Ansätze von Street Art besser und weiter entfalten können. Die Stadt solle demnach definieren, welche Bauten für Street Art genutzt werden können. Zudem fordern die Postulanten ein einfaches Bewilligungsverfahren für umsetztungswillige Akteure.

Der Stadtrat nimmt nun Stellung. Er teilt grundsätzlich die Haltung der Postulanten, dass Kunst im öffentlichen Raum – genauer gesagt Street Art – eine Bereicherung des Stadtbildes darstellen könne. Er ist bereit, Street Art weiterhin und wie bis anhin zu unterstützen. Zudem will er prüfen, wie Künstlerinnen und Künstler besser informiert werden können, wenn die Stadt von geeigneten Objekten erfährt. Er will zusätzlich prüfen, ob Akteure beim Bewilligungsverfahren aktiver unterstützt werden können.

Glaubwürdigkeit in Gefahr
Der Stadtrat ist jedoch der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Stadt ist, für Künstlerinnen und Künstler geeignete Fassaden und Wände zu suchen. Dies sei bereits ein Teil des Prozesses zur Entstehung eines Werkes. Die Stadt macht sich ferner Sorgen, dass die Glaubwürdigkeit der Künstlerinnen und Künstler dadurch Schaden nehmen könnte. «Es könnte durchaus sein, dass die Glaubwürdigkeit von Künstlerinnen und Künstlern in Mitleidenschaft gezogen würde, wenn sie quasi auf von der Stadt zur Verfügung gestellten Wänden aktiv würden.» Nur wenn die sogenannte «Street Credibility» gegeben sei, werde ein Werk von der Szene auch akzeptiert – und nicht übersprayt. Zudem will er nicht eine einzelne Kunstform offensiv und gezielt fördern. Damit nimmt der Stadtrat das Postulat teilweise entgegen.

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