Wann ist die nächste Granatapfelmaske gegen Fältchen fällig?

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Patrick Furrer

Exakt heute in drei Wochen habe ich Geburtstag. Die menschliche Biologie lässt mir keine andere Wahl, als mir Gedanken ums Älterwerden zu machen. Das beginnt bei der Art der Geburtstagsfeier und dem Abschätzen der Nachwehen am Tag danach: Ob ich da besser freinehme, um zu rekonvaleszieren? Es führt zu einer Überschlagsrechnung, wie viel Zeit mir bei durchschnittlicher Lebenserwartung noch bleibt. Und endet bei Fragen wie: Bin ich so alt, wie ich mich fühle? Fühle ich mich so alt, wie ich bin? Wann ist es so weit gekommen, dass ich mich im Freundeskreis immer der «guten alten Zeiten» erinnere, obwohl ich das als Kind bei meinen eigenen Eltern so nervig fand? Und wann ist die nächste Granatapfelmaske gegen Hautfältchen fällig?

Aber auch Haarverlust ist ja nichts Schlimmes (vgl. Filmhaudegen wie Bruce Willis, Dwayne Johnson oder Jason Statham – Anm. d. Red.). Überhaupt macht Alter weise, und Männer sehen bekanntlich immer nur noch besser aus. Ein Rekonvaleszenzstag nach einer Party – pha, ich doch nicht! Mitunter Kindskopf bin ich geblieben, gesund auch, wozu also die Zwängerei? Unter allen Sinnsprüchen ist einer besonders interessant: «Wir sind nie so alt, wie wir uns fühlen.» Unser Selbstbild lässt uns nur deshalb im Spiegel alt und schlaff aussehen, weil wir uns selbst gedanklich jünger sehen. Das gilt auch für unser Umfeld: Mein kleiner Bruder bleibt mein kleiner Bruder; er bleibt zehn, obwohl er 32 ist. Mein Vater wird 58? Für mich ist er immer noch Mitte 30. Dass das rechnerisch nicht aufgeht, weil ich sonst noch nicht geboren wäre? Egal.

Ich selbst würde ja am ehesten sagen: Das Alter ist, was du daraus machst. Irgendwann lande ich nach all dem Sinnieren sowieso bei der alljährlichen Einsicht, dass ich noch längst nicht alt bin und dass ich mich selbst ganz sicher nicht älter reden oder machen will, als ich es bin. Deshalb werde ich meinen Achtunddreissigsten so ausgelassen und ausgiebig feiern wie eh und je. Damit das klappt, habe ich mir den nächsten Tag extra freigenommen.

Bsetzistei ist die wöchentliche Kolumne der Redaktorinnen und Redaktoren des Zofinger Tagblatts und der Luzerner Nachrichten. 

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