Grippewelle in der Region : «Epidemieartig erlebe ich es nicht»

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Ausruhen und Tee trinken: Grippekranke sollten das Bett hüten. Wer nach drei bis fünf Tagen keine Besserung der Symptome verspürt, sollte einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn man mehrere Tage lang nichts essen und trinken kann. SHUTTERSTOCK

Die Grippe grassiert in der Schweiz. Sie hat ein epidemisches Ausmass angenommen, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Lagebericht. Ärztinnen und Ärzte des sogenannten Sentinella-Meldesystems verzeichneten in der ersten Januarwoche 62,9 Grippeverdachtsfälle pro 1000 Konsultationen. Hochgerechnet sind das 331 Fälle pro 100000 Einwohner. Bei 68 Grippeverdachtsfällen pro 100000 Einwohner spricht man von einer Epidemie.

Wie sieht die Situation in der Region Zofingen aus – etwa in den Schulen? «Zurzeit sind bei uns keine Lehrpersonen krankgemeldet, Schüler nur wenige», sagt Ursula Jäggi vom Schulsekretariat der Schule Strengelbach. Viele Krankmeldungen seien vor den Weihnachtsferien eingegangen. Lukas Leuenberger, Leiter der Gesamtschule Oftringen, meint: «Epidemieartig erlebe ich es nicht.» Es seien zwar einige Lehrpersonen und Schüler krank – jedoch nicht in einem Ausmass, das die Schule vor eine Herausforderung stellen würde.

Donato Tronnolone, Hausarzt in Rothrist, hat seit Beginn des Jahres rund 5 Prozent seiner Konsultationen wegen Erkältungskrankheiten oder Grippesymptomen behandelt. «Eine Statistik führe ich nicht, aber die Situation scheint mir gleich wie in den Vorjahren», sagt der Allgemeinmediziner. In dieser Saison hat er allerdings einen Peak zwischen Weihnachten und Neujahr festgestellt. Die Betroffenen seien 20 bis 60 Jahre alt. Tronnolone vermutet, dass Personen über 65 Jahre eher geimpft und darum von der Grippe verschont geblieben sind. Der in diesem Winter häufigste Grippevirentyp, «B Yamagata», ist in den meisten aktuellen Impfstoffen nicht enthalten. Eine Impfung sei aber dennoch sinnvoll, meint Donato Tronnolone. Gemäss BAG ist sie besonders bei bestimmten Personengruppen angezeigt: frühgeborenen Kindern unter 2 Jahren, Schwangeren, Personen ab 65 Jahren, Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen, Personen mit chronischen Krankheiten oder Personen, die häufig mit Menschen aus den genannten Risikogruppen in Kontakt stehen. Das Spital Zofingen hat wegen der Grippeepidemie derzeit 10 bis 20 Prozent mehr stationäre Patienten. «Bei uns sind vor allem ältere, chronisch kranke und an mehreren Krankheiten leidende Patienten betroffen», sagt Tobias Ehmann, Chefarzt und Departementsleiter Innere Medizin und Diagnostik. Die Grippe könne aber auch bei jüngeren Patienten einen schweren Verlauf nehmen. Häufige Komplikationen seien eine Verschlechterung chronischer Erkrankungen oder eine virusbedingte Lungenentzündung, teilweise mit bakterieller Superinfektion oder schwere Verläufe bis zum Organversagen. Die letzte Grippewelle sei kurz und heftig gewesen, die diesjährige habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Mehrere Virentypen
Die Grippe wird durch Influenza-A- und Influenza-B-Viren übertragen, schreibt das BAG. Bei den Typ-A-Viren existieren verschiedene Subtypen. Bei den Typ-BViren unterscheidet man zwei Stämme: «Victoria» und «Yamagata». Influenzaviren zirkulieren vor allem im Winter und sorgen praktisch jedes Jahr für eine Epidemie. Der Schweregrad der Grippewelle unterscheidet sich dabei von Jahr zu Jahr.

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