Mittwoch, 29. März 2017

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Guter Abschluss für Rico Peter


Nach dem Debakel mit dem Zweier zeigte der Kölliker Rico Peter mit dem Vierer eine starke Reaktion. Er beendete das letzte Rennen in Pyeongchang als Zweiter und belegt damit auch im Gesamt-Weltcup den zweiten Platz.

BILDER
Rico Peter (Zweiter von rechts) und seine Anschieber Janne Bror van der Zijde, Alex Baumann und Thomas Amrhein (von links) freuen sich über den zweiten Platz. (Foto: AP)

Nach dem Zweier-Rennen am Samstag war der Frust bei Rico Peter gross. Als 23. hatte er sogar die Qualifikation für den 2. Durchgang verpasst. Nicht zum ersten Mal fiel seine Antwort mit dem Vierer auf die Enttäuschung aber eindrücklich aus. Der 33-jährige Aargauer und seine Anschieber Janne Bror van der Zijde, Alex Baumann und Thomas Amrhein verloren 23 Hundertstel auf den klaren Sieger Alexander Kasjanow, liessen aber die beiden Letten Oskars Kibermanis und Oskars Melbardis knapp hinter sich.

Peter hätte vor Kasjanow gewinnen müssen, um diesen im Gesamt-Weltcup noch zu überflügeln. Der Russe fuhr auf der Olympiabahn des nächsten Jahres aber als Einziger zweimal unter 50 Sekunden. Der Schweizer strahlte nach dem Rennen dennoch. «Gestern hätte ich den Bettel am liebsten hingeworfen», sagte er am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. «Aber jetzt ist es wieder gut. Jetzt sieht es gut aus für Olympia.»

Peter weiss, dass sein grosser Schlitten auf der Bahn im Alpensia Sliding Centre gut läuft. Das war im Zweier überhaupt nicht der Fall. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich so schlecht fuhr», rätselte er. «Beim Zweier müssen wir bezüglich Material über die Bücher.» Allerdings verliert er mit dem Boblet auch zu viel Zeit am Start. Im Vierer waren die drei Schweizer und der Niederländer Van der Zijde hingegen mit der 5. und 7. Startzeit konkurrenzfähig. Van der Zijde war im Schlitten, weil sich Simon Friedli an der WM verletzt hatte. Bei Olympia ist er nicht startberechtigt.

Dem verpassten Gesamtsieg trauerte Peter nicht nach. «Es war die ganze Saison ein Auf und Ab. Aber ich darf zufrieden sein.» Der gelernte Landschaftsgärtner gewann in Lake Placid und wurde in Whistler, Innsbruck und nun in Südkorea Zweiter. Umgekehrt schaffte er es in Winterberg (14.) bei irregulären Verhältnissen und Königssee (11.) nicht in die Top Ten. Die Motivation für Olympia ist nun wieder gross. «Im Sommer müssen wir aber gut arbeiten», weiss er. (si)

Mehr zu Rico Peters Saison gibt es in der ZT-/LN-Printausgabe vom Montag.

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