Freitag, 26. Mai 2017

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12 zusätzliche Güterzüge


Das Rückstauproblem am Nazeli-Bahnübergang wird immer heftiger.

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Der Nazeli-Bahnübergang Zofingen/Oftringen wird zunehmend stärker zum Stolperstein für den öffentlichen Busverkehr. ARCHIV/BKR

Die unerfreuliche Situation am Bahnübergang Aarburgerstrasse/Äussere Luzernerstrasse in Zofingen/Oftringen verstärkt sich beinahe Tag für Tag, vor allem wenn Personen- und Güterzüge fast unmittelbar hinter- oder voreinander das einspurige Geleise beanspruchen. Immer öfters kommt es deshalb vor, dass auf der Südseite der Bahnschranken Autokolonnen bis weit in die General-Guisan-Strasse hinein minutenlang stehen und auf der Nordseite bis über die McDonald’s-Kreuzung hinaus. Und in der Reihe von Oftringen her warten auch Regionalbusse auf die Weiterfahrt und darin oftmals Passagiere, die in Zofingen auf die SBB umsteigen wollen und dabei alles andere als ein Loblied auf den Öffentlichen Verkehr singen.

Grossverteiler Migros und Coop
Wie aus einem Info-Blatt der SBB hervorgeht, sollen im Zusammenhang mit der Leistungssteigerung der Bahn-2000-Strecken spätestens ab dem Jahr 2025 zusätzlich 12 Güterzüge (je 6 pro Richtung) auf der Nazeli-Linie zu den Verteilzentren der Grossverteiler Migros und Coop in Suhr und Schafisheim/Hunzenschwil rollen. Mit dem Ausbauschritt 2025 sollen zudem im Personenverkehr auf der Verbindungslinie Rothrist–Zofingen («Kriegsschlaufe») weitere 36 Intercityzüge verkehren, damit der heutige Stundentakt Bern–Zofingen–Luzern zum Halbstundentakt ausgebaut werden kann. Die Verbindung Bern–Zofingen–Luzern hat sich laut den SBB zu einem «wahren Hit» entwickelt.

«Allerspätestens auf das Jahr 2025 hin muss die Nazeli-Unterführung in Betrieb sein, um vorab keinen Zusammenbruch des öffentlichen Busnetzes nach sich zu ziehen», erklärt Zofingens Bauverwalter Werner Ryter. Deshalb hat die Unterführung Einzug in das bis zum 31. Dezember 2016 einzureichen gewesene Bundes-Agglomerationsprogramm dritte Generation (2019–2022) gehalten. Mit der Gutheissung eines Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr am vergangenen 12. Februar durch das Volk sollte einer positiven Verabschiedung des dritten Agglomerationsprogramms eigentlich nichts im Wege stehen. Es geht dabei um einen Bundesbeitrag von 40 Prozent an den Bau der Unterführung. Werner Ryter dazu: «Der Kanton Aargau und die Gemeinden Zofingen und Oftringen haben bezüglich der Unterführung einen Konsens gefunden.» Die SBB als Infrastrukturbetreiberin müssen nunmehr im Rahmen eines eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens beim Bund die nötige Bewilligung für den geplanten Güterverkehr einholen, unter Berücksichtigung der zusätzlichen Reisezüge. Im Rahmen dieses Verfahrens ist aufzuzeigen, wo allenfalls welche baulichen Massnahmen zum Schutz von Anwohnern und der Umwelt nötig sind, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen.

Öffentliche Auflage frühestens 2021
Grundlagen für die Planung von Massnahmen wie zum Beispiel Lärmschutzwände hat der SBB-Umweltfachdienst zu erstellen. Danach folgen weitere Studien zu allfälligen Anpassungen an der Bahnanlage sowie die weiteren Planungsphasen. Das Resultat davon, das Plangenehmigungsgesuch und die ausgearbeiteten Massnahmenpläne, werden dann in den betroffenen Gemeinden öffentlich aufgelegt, frü- hestens 2021. Das dereinst vom Bundesamt für Verkehr zu bewilligende Projekt werden die SBB hierauf gestaffelt umsetzen.

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