Dienstag, 25. Juli 2017

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Funda Yilmaz erhält Arosa-Humorschaufel


Der Fall der 25-jährigen Buchserin hat schweizweit für Schlagzeilen und Empörung gesorgt. Nun wollen die Organisatoren des Arosa Humorfestivals Funda Yilmaz mit einem Preis ehren.

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Den Schweizer Pass hat Funda Yilmaz bisher nicht erhalten. Dafür gibt es nun einen Humor-Preis. Foto: Archiv

Bundespräsidentin Doris Leuthard, der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris und SRG-Direktor Roger de Weck haben sie schon: Die Schaufel aus Eis, die am Arosa Humorfestival verliehen wird. Bald soll sie auch Funda Yilmaz erhalten. Festivaldirektor Frank Baumann teilte am Sonntag mit, die Jury habe Yilmaz für den Preis nominiert. Dass die 25-jährige Türkin in Buchs nicht eingebürgert wurde, obwohl sie in der Schweiz geboren wurde, hier zur Schule ging und eine Lehre absolvierte, als Bauzeichnerin arbeitet, einen einwandfreien Leumund hat, bald einen Schweizer heiraten wird und den theoretischen Einbürgerungstest mit 100 Prozent bestanden hat, sei grotesk.

«Der Mut und die Kraft sich zu wehren und bei allem Ärger den Humor nicht zu verlieren, verdient es, ausgezeichnet zu werden», hält Baumann fest. Tourismusdirektor Pascal Jenny doppelt nach: «Es ist uns ein Vergnügen, Funda Yilmaz und ihren zukünftigen Ehemann nach Arosa einzuladen. Bei uns ist sie auch ohne Test jederzeit herzlich willkommen.»

Die Arosa Humorschaufel wird Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur oder Gesellschaft überreicht, die durch ihr Engagement und einen gewissen Sinn für Humor auf sich aufmerksam machen. Dieses Jahr findet die Verleihung am 9. Dezember statt.

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