Freitag, 21. Juli 2017

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Blumen für Nicole Häusler – und eine Standortdiskussion


Die Gemeinde floriert: Einwohnerzahl und Steuererträge waren noch nie so hoch. Mehr zu reden gab allerdings der Standort für das neue Alters- und Pflegezentrum.

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Paralympics-Teilnehmerin Nicole Häusler wurde geehrt. (Foto: Kathrin Aerni)

Erfolgreiche Sportschützin geehrt

Der Gemeindepräsident Thomas Grüter ehrte die 37-jährige Pfaffnauerin Nicole Häusler, die erstmals an den Paralympics in Rio als Sportschützin teilnehmen konnte. Noch galt es für Häusler, die seit 2006 mit der Diagnose Multiple Sklerose lebt, als mehrfache Schweizermeisterin im Sportschiessen Erfahrungen an einem solchen Grossanlass zu sammeln.

Der Gemeindepräsident Thomas Grüter ehrte anlässlich der Gemeindeversammlung am Montag die 37-jährige Pfaffnauerin Nicole Häusler, die erstmals an den Paralympics in Rio als Sportschützin teilnehmen konnte. Noch galt es für Häusler, die seit 2006 mit der Diagnose Multiple Sklerose lebt, als mehrfache Schweizer Meisterin im Sportschiessen Erfahrungen an einem solchen Grossanlass zu sammeln.

Thomas Grüter informierte die 128 anwesenden Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung über die, wie er sagte, «erfreuliche» Entwicklung des Dorfes. «Eigentlich erleben wir seit Jahren einen regelrechten Bauboom.» Dazu passen auch die Pläne für ein neues Alters- und Pflegezentrum. Der Gemeinderat habe Abklärungen getroffen, ob und wie es mit dem Altersheim- und Pflegezentrum Murhof weitergehen soll. Bereits letztes Jahr war an der Gemeindeversammlung über die Projekt-Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern (Technik & Architektur) orientiert worden. Rund 90 Architekturstudenten entwickelten inzwischen in einer ersten Phase Projektideen über eine mögliche Ausgestaltung des Pflegeheims. Die fünf besten Projekte stellte nun der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung vor.

Unklarheit herrscht allerdings noch über den geeignetsten Standort: Während der Versammlung gab es Wortmeldungen, die eine weitere Alternative zu den beiden bereits als Option gehandelten Standorten wünschten. Die Variante Dorfzentrum Pfaffnau kam nicht überall an. Eine Stimmbürgerin sah das Gelände hinter dem Restaurant Löwen in Pfaffnau als eine Möglichkeit – etwas, was schon mal ins Auge gefasst wurd. Nach der Absage eines Grundeigentümers liess man aber diesen Überlegungen bleiben. Gemäss der Stimmbürgerin sei dies aber nun erneut möglich. Gemeindepräsident Thomas Grüter hingegen stellte dies in Abrede. Dennoch dürfte der Gemeinderat nun weitere Abklärungen zum Spielhofareal treffen.

Kleineres Defizit

An der von knapp 130 Stimmberechtigten besuchten Pfaffnauer Gemeindeversammlung vom Montagabend gab e s Erfreuliches zu berichten: Die Jahresrechnung 2016 schliesst bei einem Aufwand von 17,67 Millionen Franken zwar mit einem Verlust von 41 027 Franken. Das Minus fiel aber deutlich kleiner aus als erwartet, war doch das Budget noch von einem Verlust von 241 200 Franken ausgegangen. Einen Teil zu diesem positiven Ergebnis trugen wohl die ordentlichen Steuererträge bei, die im Wesentlichen von der Höhe der Steuerbelastung und der Anzahl Steuerpflichtigen beeinflusst wird. Deshalb zeichnete sich bei den Steuererträgen eine positive Entwicklung ab. Die im Voranschlag 2016 eingesetzte Bevölkerungswachstumsrate wurde durch die grosse Nachfrage nach Wohnraum deutlich übertroffen. Dieser erfreuliche Umstand widerspiegelt sich in den Steuereinnamen des laufenden Jahres mit 6,27 Millionen Franken: Laut Statistik der Botschaft ist in den letzten 15 Jahren der Steuerertrag noch nie so hoch ausgefallen.

Wobei man den Ertrag ins richtige Verhältnis zur Bevölkerungszahl und zur Steuereinheit setzen muss. Die Bevölkerungszahl war mit 2589 (plus 172 gegenüber dem Vorjahr) noch nie so hoch und der Steuerfuss mit 2,00 Einheiten noch nie so tief. Auf der Ausgabenseite fällt auf, dass insbesondere die Kosten im Bereich der sozialen Wohlfahrt beträchtlich gestiegen sind. Unter anderem wurden die Ergänzungsleistungen vermehrt in Anspruch genommen. Doch weitaus massiver und höher sind die Kosten für die Heimfinanzierung: Diese beanspruchten das Budget fast um die Hälfte mehr als vorgesehen. Noch mehr fielen die Ausgaben für die gesetzliche Fürsorge ins Gewicht.

 

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