Freitag, 26. Mai 2017

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Moonlight Festival streicht den Sonntag


Von vier auf drei Konzerte – das Moonlight Festival streicht den Sonntag ersatzlos. Nichts zu rütteln gibt es am Mix aus Volksmusik, Klassik und Pop.

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Auf dem Kirchplatz in Zofingen ist am Moonlight Festival vom 24. bis 26. August Musik unter freiem Himmel Trumpf. ZVG

Weniger ist oft mehr. In diesem Sinn erfährt das Moonlight Festival eine Programmstraffung. Ein Konzert und damit einen Tag weniger weilt das Open Air in der Zofinger Altstadt. Genau vom 24. bis 26. August. Gestrichen ist bei der elften Auflage der Sonntagvormittag. «Von Anfang an hatten wir am Sonntag am meisten Mühe mit dem fehlenden Besucheraufmarsch», sagt Gesamtleiter Werner Obrecht. Der Inhaber der Luzerner Obrasso Classic Events GmbH führte im Jahr 2007 die ersten «Moonlights» in Zofingen durch. Damals standen von Donnerstag bis Samstag drei Konzerte und zwei am Sonntag im Angebot.

«Sich immer wieder neu ausrichten, ist ein Muss in unserer hart umkämpften Branche», sagt der 62-Jährige. Das Angebot an Veranstaltungen ist in den letzten Jahren extrem gewachsen. Um die Sitzreihen Konzert für Konzert zu füllen, rührt die Obrasso Classic Events GmbH, die jährlich gegen 50 Veranstaltungen in verschiedenen Städten organisiert, gehörig die Werbetrommel. Flyer oder Broschüren in Zeitschriften und Zeitungen beilegen sowie an Kunden verschicken, gehört wie das Plakatieren und vor allem das Gewinnen von Sponsoren und Partnern dazu. «Ohne die langjährige und bewährte Unterstützung könnten wir das Moonlight Festival nicht durchführen», betont Werner Obrecht.

Ohne Moos nix los
Seit Anbeginn trägt die Raiffeisenbank Region Zofingen mit der Stadt Zofingen das Hauptsponsoring. Für Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger ist es im Budget des Stadtmarketings die «beste überregionale Werbung». Die gesamtschweizerische Ausstrahlung bewegt auch die Verantwortlichen der Rothrister Rivella AG, der Safenwiler Emil Frey AG und der Sonderegger Facility Services aus Wangen, sich zu engagieren. Zum musikalischen Vergnügen bietet der Luzerner Veranstalter schon seit längerem eine Kombination mit kulinarischem Genuss an. Wer das VIP-Package «Moonlight Dinner» bucht, kann die Küche des Hotels Zofingen geniessen. Die Sponsoren nutzen die Gelegenheit, Kunden zu einem Apéro einzuladen. Dies im lauschigen Ambiente des Chorplatzes. Voraussetzung ist trockene Witterung, dann findet das Open Air unter freiem Himmel auf dem Kirchplatz statt. Ansonst steht die gesamte Infrastruktur nochmals in der Mehrzweckhalle bereit. Erstmals blieb diese im letzten Jahr unbenutzt.

Wunsch – 400 Zuschauer mehr
«Zum Jubiläum war mein Traum von vier Konzerten unter freiem Himmel in Erfüllung gegangen», sagt Obrecht. Anlässlich der zehnten Auflage hat er den Namen von Moonlight Classics auf Moonlight Festival geändert und das Programm mit Schweizer Volksmusik erweitert. «Festival passt besser zu uns, weil wir seit Beginn musikalisch breit gefächert sind. Bei uns standen schon immer Klassiker im Zentrum», sagt Obrecht. Den Begriff ‹Classics› hätten aber viele mit einem vorwiegend klassischen Musikprogramm verbunden. Mit «Oesch’s die Dritten», der Philharmonie Baden-Baden und Solisten sowie Eliane mit Band ist diesmal Volksmusik, Klassik und Pop angesagt (siehe Kasten). Im August gilt es erneut Bühne, Mischpult, 1000 Sitzplätze und Barbetrieb doppelt aufzubauen. Ein von der finanziellen Seite zwar erheblicher Posten, der sich trotzdem auszahlt. Bei regnerischem Wetter treten gemäss Obrecht einige Orchester «der Instrumente und des Klangs wegen» gar nicht openair auf. «Vor allem werden die Zuschauer nicht nass.» Diese liegen dem Festivalleiter am Herzen – auch im Hinblick auf sein Ziel: Obrecht will die Marke von 4000 Zuhörern erreichen. Dafür gilt es 400 Tickets mehr zu verkaufen

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